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Kupfer in der Elektrotechnik - Kabel und Leitungen Herausgeber: Deutsches Kupferinstitut Dateigröße: 650 kB 44 Seiten Format: DIN A4 Bestellbezeichnung brosch09
Kupfer war das erste Gebrauchsmetall des Menschen. Seine Geschichte reicht weit zurück. Schon 4000 v.Chr. wurden Werkzeuge und Waffen aus Kupfer in Ägypten hergestellt und verwendet. Der Name des Kupfers geht wahrscheinlich auf die Insel Zypern zurück. Die Römer nannten das rote Metall aes cyprium (Erz aus Zypern), später cuprum. Die zyprischen Erzgruben versorgten im Altertum Griechenland, Rom und andere Mittelmeerländer mit Kupfer. Eine völlig neue Bedeutung erlangte das Kupfer mit der einsetzenden technischen Nutzung der Elektrizität in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Bei den ersten Versuchen, den Transport (die Leitung) des elektrischen Stromes effektiv zu realisieren, erkannte man die guten Eigenschaften des Kupfers für diese Zwecke. Seine hohe elektrische Leitfähigkeit gab u. a. den Ausschlag für die seit dieser Zeit unbestrittene Verwendung des Kupfers als Leitermaterial in der Elektrotechnik. Ein erfolgreicher Auftakt für die Anwendung der Elektrizität war u. a. der Demonstrationsversuch von Gauß mit einem Induktionstelegraphen 1833 in Göttingen. Die ersten Telegrafenfreileitungen, die im Jahre 1847 Werner von Siemens verlegte, waren Kupferleiter. Aufgrund der Störanfälligkeit versuchte man bald, Freileitungen durch erdverlegte Kabel zu ersetzen. Bereits im Jahre 1866 gelang die erste Inbetriebnahme eines transatlantischen Kabels. | ![]() |