Anwendungen

Kupfer ist der Werkstoff für technologischen Fortschritt.  Kupfer ist aber auch das Metall der Energiewende, das erneuerbare Energiesysteme und grüne Technologien antreibt und die Energieeffizienz verbessert.

Seit mehr als zehntausend Jahren ist Kupfer in Gebrauch und hat die gesellschaftliche und technische Entwicklung während dieser Zeit maßgeblich geprägt. Es ist aber auch von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung von Technologien, die ihr volles Potenzial erst weit im 21. Jahrhundert ausschöpfen werden.

Aufgrund seiner hervorragenden elektrischen- und Wärmeleitfähigkeit, aber auch wegen der ausgezeichneten Verarbeitbarkeit und Langlebigkeit kommt  Kupfer in einer Vielzahl von Anwendungen und in vielen verschiedenen Industrien wie im Automobil- oder Maschinenbau zum Einsatz. Dazu gehören aber auch Bereiche wie Telekommunikation, Architektur, konventionelle Energien, Sanitärinstallation, Heizung, Verkehr, maritime Anwendungen, Elektrotechnik, Aquakultur und natürlich die erneuerbaren Energien.

Hauptanwendungsbereiche von Kupfer im Jahre 2019 waren Anlagen (31 %), Bauwesen (28 %), Industrie (12 %), Transportwesen (13 %) und Infrastruktur (16 %) (Quelle: ICSG).

Kupferproduktion 2019

Die globale Produktion von raffiniertem Kupfer sank 2019 gemäß International Copper Study Group (ICSG) um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 23,9 Millionen Tonnen. China weitete seine Produktion nochmals um 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf ein neues Rekordniveau von 9,7 Millionen Tonnen aus. Das waren knapp 41 Prozent der Weltproduktion. Die globale Kupfernachfrage ging zwar 2019 leicht um 0,8 Prozent auf 24,3 Millionen Tonnen zurück. Dennoch steigerte China seine Nachfrage um 1,4 Prozent auf 12,7 Millionen Tonnen und kam somit allein auf einen Anteil von 52 Prozent des Weltbedarfs. Insgesamt entstand global ein Produktionsdefizit von 519.000 Tonnen. Die weltweite Bergbauproduktion sank 2019 um 0,7 Prozent auf 20,4 Millionen Tonnen. Die ICSG rechnet für 2020 mit einer Weltproduktion von 25,3 Millionen Tonnen und einer Nachfrage von 25,0 Millionen Tonnen raffinierten Kupfers. Damit würde der Angebotsüberhang etwa 300.000 Tonnen betragen. Die Produktion der gesamten Halbzeughersteller (erste Bearbeitung zu Bändern, Blechen, Stangen, Profilen, Rohren und Draht) sank 2019 gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent auf 1,6 Millionen Tonnen. Darunter wies der größte Bereich, die Herstellung von Halbzeug aus Kupfer und Kupferlegierungen, einen Rückgang von 17 Prozent auf 803.000 Tonnen aus. Maßgeblich hierfür waren sowohl brancheninterne strukturelle Gründe als auch die Umstellung der Automobilindustrie auf neue Antriebsarten. Die Fertigung von Halbzeug aus blankem Kupferleitmaterial verringerte sich im vergangenen Jahr um 13 Prozent auf 599.000 Tonnen und die Produktion im Bereich für Halbzeug aus Zink, Blei, Zinn, Nickel und deren Legierungen um zehn Prozent auf 151.000 Tonnen. (Quelle: WVMetalle, Geschäftsbericht 19/20)

 

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