Die Wirkungsweise elektronischer Vorschaltgeräte

Bild 5.1
Bild 5.1: Wirkungsweise einer KLL oder eines alten EVG der ersten Generation

Wie eingangs bereits erwähnt, beruht die Arbeitsweise eines EVG auf der Erzeugung eines hochfrequenten Wechselstroms, mit dem die Lampe gespeist wird. Diese Technik findet auch in einer ständig zunehmenden Zahl so genannter Schaltnetzteile Anwendung, dort jedoch um den Einsatz eines sehr viel kleineren Transformators zu ermöglichen. Dieser Vorteil hält so zu sagen als Nebenprodukt auch im EVG Einzug, denn das Prinzip der Umformung bei hoher Frequenz ist das gleiche. Meistens hat das ganze EVG mitsamt Wandler und Umform-Elektronik die gleichen Abmessungen wie ein entsprechendes VVG, doch das Gewicht beträgt nur ein Fünftel (grob reziprok zum Preis).

Bezüglich KLL ist die Preisspanne für Endverbraucher sehr weit. Europäische Hersteller teurer Produkte machen häufig geltend, die billige Konkurrenz aus Fernost könne westliche Qualitätsstandards nicht erfüllen, insbesondere da die Billig-Typen nicht über Katoden-Vorheizung verfügen. Vorheizung und Sofort-Start schließen sich gegenseitig aus, was jedoch ein schwaches Argument gegen das Vorheizen abgibt, da dies kaum eine Sekunde dauert. Darauf zu verzichten, spart zwar Entwicklungs- und Produktionskosten, lässt aber die Lebensdauer mit zunehmender Anzahl Schaltungen sehr stark fallen. Auch die geminderte Anfangs-Helligkeit nach dem Kaltstart und der Lichtstrom-Rückgang bei Kälte und fortgeschrittenem Alter mag eher ein Problem billiger Konstruktionen sein.

Bild 5.2
Bild 5.2: Wirkungsweise eines modernen EVG über 25 W Nennleistung

Die allgemeine Wirkungsweise zur »Steinzeit« der EVG, die bei KLL und bei kleinen EVG noch immer zur Anwendung kommt, besteht im Gleichrichten des aufgenommenen Netz-Wechselstroms durch eine B2-Brücke und Ausglätten der Gleichspannung durch einen Elektrolyt-Kondensator (Bild 5.1). Etwas später wurden verbesserte EVG entwickelt, die zumindest eine annähernde Rekonstruktion der Sinusform des Stroms ermöglichten. Die eingehende Wechselspannung wird derart mit einer Pulsweiten-Modulation oder ähnlicher Technik überlagert, dass die Verbindungslinie der Scheitelwerte des sich ergebenden Stroms näherungsweise eine Sinuskurve beschreibt (Bild 5.2). Die möglichen Funktions-Varianten sind zahlreich, so dass es hier bei der Prinzip-Darstellung bleiben mu

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