Kupfer-Zinn-Legierungen (Zinnbronze CuSn)

Zinnnbronze ist eine Legierung aus den Metallen Kupfer (Cu) und Zinn (Sn). Solche mit Zinnanteilen von 20 Prozent sind als Glockenbronze bekannt.

Bronze wird im seltensten Fall als reine Zweistofflegierung genutzt, sondern mit weiteren Legierungskomponenten und Zusätzen versehen. Dadurch lassen sich die Werkstoffeigenschaften maßgeschneidert beeinflussen. Bei Knetlegierungen werden vor allem Phosphor und Zink beigemengt, bei Gusslegierungen sind darüber hinaus Blei, Nickel und Eisen von Bedeutung. Derartige Legierungen werden auch als Mehrstoffbronzen bezeichnet.

Während reines Kupfer relativ weich ist, weist Bronze durch die Legierungskomponente Zinn eine hohe Festigkeit und Härte auf. Außerdem ist Bronze sehr korrosions- und verschleißfest sowie meerwasserbeständig. Die Leitfähigkeit für Elektrizität und Wärme ist bei niedrigen Zinngehalten gut, wenn auch nicht so hoch wie die von reinem Kupfer. Mit steigendem Zinngehalt sinkt die Leitfähigkeit, während Festigkeit und Härte zunehmen. Bronze bietet zudem gute Feder- und Gleiteigenschaften und verfügt über eine hervorragende Dauerschwingfestigkeit.

Je nach Art ihrer Verarbeitung lassen sich Knet- und Gusslegierungen unterscheiden:

  • Knetlegierungen eignen sich zur Warm- und Kaltumformung durch Walz-, Press- und Ziehverfahren; sie enthalten neben Kupfer bis zu 8,5 Prozent Zinn.
  • Gusslegierungen weisen in der Regel einen Zinnanteil zwischen neun und zwölf Prozent auf.

 

 

Download Infodrucke inkl. Ausklapptabelle

  • i015.pdfKupfer-Zinn-Knetlegierungen (Zinnbronzen)
  • i025.pdfKupfer-Zinn- und Kupfer-Zinn-Zink-Gusslegierungen (Zinnbronzen)