Verfügbarkeit von Kupfer

Primärrohstoffe

Der mittlere Kupfergehalt der Erde beträgt ca. 0,006 %. Hinsichtlich der Häufigkeit der Elemente in der Erdkruste steht Kupfer an der 23. Stelle. Spuren von Kupfer finden sich praktisch in allen Gesteinen. In gediegener Form (in metallischer Form) kommt Kupfer z.B. im Ural, in den USA, (Oberer See, Neumexiko) vor. Kupfer hat wie Eisen die Neigung, sich leicht mit Schwefel zu verbinden. Beide Metalle finden sich deshalb oft zusammen im Erz als schwefelhaltige Mineralien.
Die wichtigsten Kupfererze sind Kupferkies (Chalkopyrit) und Kupferglanz (Chalkosin). Von den bergbaulich wichtigeren Erzen seien noch das sulfidische Mineral Buntkupferkies (Bornit), sowie die oxidischen Mineralien Malachit, Kupferlasur (Azurit) und Rotkupfererz (Cuprit) genannt. Die Kupfergehalte von Kupferkies (CuFeS2) und Kupferglanz (Cu2S) betragen 34 % und 79 %.

Verfügbarkeit

Kupfererze werden sowohl im Unter- wie auch im Tagebau gewonnen.
Das sind in Afrika Sambia und der Süden des Kontinentes, die Westküste Südamerikas, Nordchile und Peru, Mexiko und das Seengebiet von Nordamerika, Kanada, der Südwesten der USA, in der GUS Kasachstan und Usbekistan. Über nennenswerte Lager verfügen auch Australien, China, Indonesien, Papua-Neuguinea und die Philippinen. In Europa sind nur Vorkommen in Polen (Oberschlesien) von Bedeutung.
Die bekannten Kupferreserven (1991) werden auf 552 Mio. t geschätzt, von denen unter gegenwärtigen Bedingungen 321 Mio. t wirtschaftlich abbaubar sind. Die potentiell nutzbaren Kupfervorräte sind jedoch etwa dreimal so groß wie die Reserven. Weitere Reserven liegen in den heute noch nicht wirtschaftlich nutzbaren "Kupferschieferlagern" sowie maritimen "Manganknollen". An Verfahren für die wirtschaftliche Gewinnung von Kupfer aus diesen erzarmen bzw. schwierig zu fördernden Vorkommen wird zur Zeit gearbeitet. Allein der Kupferinhalt der Manganknollen wird bereits auf insgesamt 0,7 x 109 t geschätzt.

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