Vorkommen & Verfügbarkeit

Kupfer findet sich in Spuren in fast allen Gesteinen.

Der Kupfergehalt in der Erdkruste beträgt im Mittel etwa 0,006 %. In der Reihenfolge der Häufigkeit aller Elemente steht Kupfer damit an der 23. Stelle. Metalle treten in der Natur überwiegend als chemische Verbindungen mit Sauerstoff (Oxide) oder mit Schwefel (Sulfide) auf; nur ganz selten sind sie in gediegener Form zu finden. Zu diesen Ausnahmen zählt – neben den Edelmetallen Gold und Silber – auch Kupfer.

Man findet Kupfer mit seinem chemischen Zeichen Cu (von Cuprum) im periodischen System der Elemente in der ersten Nebengruppe zusammen mit Silber und Gold. Denn mit beiden Metallen hat Kupfer Ähnlichkeit: Kupfer und Gold sind die beiden einzigen farbigen metallischen Elemente, Kupfer und Silber sind die beiden besten Leiter für Wärme und Elektrizität. Die Entstehung der Kupfererz-Lagerstätten geht auf komplexe geologische und geochemische Prozesse zurück. Je nach Art dieser Vorgänge können unterschiedlich große und reiche Lagerstätten gebildet werden. Kupfererze finden sich in der gesamten Erdkruste. Die äußeren 10 km Kruste enthalten ca. 33 g Kupfer pro Tonne Gestein. In Gegenden mit starker vulkanischer Aktivität vor Millionen von Jahren findet man geschmolzene Vorkommen. Hier findet man heute zahlreiche Minen, weil die vorhandenen Mengen den Abbau wirtschaftlich lukrativ machen.

Kupfer ist in mehr als 20 Ländern auf der ganzen Welt zu finden.

Die weltweit größten Produzenten laut der International Copper Study Group (ICSG) waren Jahr 2019 Chile, Peru, China und die USA. 

Verfügbarkeit von Kupfer ist gesichert

Weitere bedeutende Vorkommen findet man in , Australien, Indonesien, Russland, Kanada, Zambia, Polen, Kasachstan und Mexiko.  Während die meisten Minen Kupferkonzentrationen zwischen 0.2 und 0.8 % aufweisen, gibt es in Zentral- und Südafrika sogar Vorkommen, die 5 – 6% Kupfer enthalten können. Bis 2020 sollen neue Minenkapazitäten von rund 250 Mio t Kupferinhalt erschlossen werden. In Europa finden sich die größten Kupferlagerstätten in Russland und Polen. Wirtschaftlich arbeitende Minen gibt es aber auch in Bulgarien, Finnland Portugal, Spanien und Schweden.

Derzeit werden die weltweiten Kupfervorräte auf 830 Millionen Tonnen geschätzt (US Geological Survey [USGS], 2019), und der jährliche Kupferbedarf beträgt 28 Millionen Tonnen. USGS-Daten zufolge sind seit 1950 im Durchschnitt immer 40 Jahre Kupfervorkommen und über 200 Jahre Ressourcen verfügbar, darunter Reserven, entdeckte und potenziell rentable Lagerstätten und unentdeckte Lagerstätten, die auf der Grundlage vorläufiger geologischer Untersuchungen vorhergesagt wurden. Diese Kupferressourcen belaufen sich auf insgesamt 5.000 Millionen Tonnen (USGS, 2014 & 2017). Neben den bekannten Vorkommen ist zu erwähnen, dass 35 Prozent des Bedarfs mit recyceltem Kupfer gedeckt werden, was den Bedarf an abgebautem Kupfer erheblich verringert.

Außerdem entwickelt man neue Gewinnungsverfahren für arme Erzlager, so dass Kupfer auch in Zukunft in ausreichenden Mengen zur Verfügung steht. Insgesamt haben sich die bekannten Kupfervorkommen und damit auch die Kupferreserven im Laufe der Jahre ständig vergrößert. Man geht davon aus, dass sich dieser Trend auch in Zukunft fortsetzen wird.

Ressourcen und Reserven

Eine Ressource ist eine Konzentration von natürlich auftretenden, festen, flüssigen oder gasförmigen Rohstoffen in oder auf der Erdkruste mit derartiger Ausbildung und Menge, die eine wirtschaftliche Gewinnung zum gegenwärtigen Zeitpunkt oder in der Zukunft potenziell ermöglicht. Ressourcen repräsentieren demnach die Gesamtmenge der Rohstoffe, also die gesamten geologischen Vorkommen. Die Reservenbasis ist somit der Teil einer entdeckten Ressource, der einem spezifizierten Minimum an physikalischen und chemischen Kriterien, bezogen auf gegenwärtige Abbaumethoden und Produktionsabläufe, entspricht. Die Reservenbasis umfasst somit die sicheren und wahrscheinlichen Reserven, bedingt bauwürdigen Reserven und Teile der unbauwürdigen entdeckten Ressourcen. Reserven sind demnach nur derjenige Teil der Reservenbasis, der nach Menge und Qualität bekannt und als abbauwürdig klassifiziert ist.

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